Warum Koffein die falsche Antwort auf Stress ist.

Warum Koffein die falsche Antwort auf Stress ist.

Oder auch: Warum es besser ist zu relaxen.

Kennen Sie das? Jeder will etwas von Ihnen. Daheim die lieben Kinder oder vielleicht der Ehepartner. In der Firma möchte der Chef noch „ganz dringend” eine Ausarbeitung. Der Kunde will auch etwas und der liebe Kollege kommt mit einer weiteren wichtigen Sache um die Ecke.

Natürlich alles gleichzeitig und bitte immer sofort. Und das jeden Tag.

Viele nehmen dann Koffein zu sich um sich anzukurbeln. Um die Anforderungen und den damit einhergehenden Stress zu bewältigen. Unzählige Tassen Kaffee, koffeinhaltigen Tee, Energy Drinks oder sogar Koffein-Tabletten pumpen dann viele von uns in sich hinein.

Abends können Sie dann vielleicht nicht einschlafen, weil das Koffein jetzt so richtig wirkt. Dumm nur das Sie am nächsten morgen wieder fit für den Tag sein sollten. Leider fehlt Ihnen jetzt aber der Schlaf. Die Anforderungen an Sie sind jedoch am nächsten Tag nicht geringer geworden und gerade jetzt hängen Sie um so mehr in den Seilen. Schließlich fehlt Ihnen ja der Schlaf.

Also gleich mal wieder den Tag mit Koffeinzufuhr beginnen um wach zu werden. Und schon haben Sie einen Kreislauf in Gang gesetzt der das Gegenteil bewirkt: Statt ausgeruht seine Aufgaben angehen zu können werden Sie allmählich immer überdrehter und letzten Endes immer gestresster.

Ihr Koffein-Level ist zudem mittlerweile so hoch geschraubt, das Sie noch mehr Koffein in sich hinein blasen müssen um überhaupt noch die pushende Wirkung zu merken. Die nächste Nacht in der Sie sich recht schlaflos von der linken Seite zur rechten Seite und wieder zurück wälzen ist somit wieder vorprogrammiert.

Kommt Ihnen dieser Ablauf bekannt vor? Ich kenne das alles.

Lange Zeit mutierte ich fast schon zum Koffein-Junkie.

Unendlich viel Koffein pumpte ich in mich hinein und wunderte mich das ich immer müder und ermatteter wurde. Bis ich mir irgend wann einmal die Zeit nahm um inne zu halten und nachzuschauen warum ich mich so gestresst fühlte und so müde.

Da waren zum einen natürlich die immer größer werdenden Anforderungen. Zum anderen bemerkte ich jedoch auch schnell das der Koffein der mir helfen sollte eigentlich kontraproduktiv wirkte.

Um mehr zu erreichen kann man sicher einige Strategien wie Arbeits-Optimierung, Zeitmanagement und ähnliches angehen. Viel wichtiger ist jedoch sein eigenes Energiemanagement in den Griff zu bekommen.

Wollen Sie mehr erreichen, dann müssen Sie mehr Pausen machen!

Was auf den ersten Blick paradox wirkt, ist letzten Endes der Schlüssel zum Erfolg:

Wenn Sie ausgeschlafen sind, so sind Sie auch leistungsfähig. Dann bedarf es keinem Koffein Kick! Und um so wichtiger sind auch die kleinen Pausen zwischen durch. Niemand kann 10 Stunden oder gar länger ohne Pausen durcharbeiten.

In Asien hat man die positive Wirkung von Pausen erkannt. Und so gilt dort ein Mittagsschläfchen beispielsweise als förderlich um danach wieder mehr bewältigen zu können. Da werden Sie weder von Kollegen noch vom Chef deswegen zur Rede gestellt.

Brauchen Sie zur Bewältigung des Alltags Koffein?

Klare Antwort: Nein!

Die Balance in Ihrem Alltag erreichen Sie durch andere Faktoren:

  • Gute Zeit- und Arbeits-Organisation.
  • Ausgewogene und gesunde Ernährung.
  • Einbeziehung von ausreichend Bewegung.
  • Durch genügend Auszeiten.

Eine gute Organisation Ihrer Zeit und Ihrer Arbeitsabläufe ist wichtig. Bitte aber nicht um ausschließlich noch schneller und noch mehr zu realisieren. Nicht das Hamsterrad soll immer schneller bewegt werden. Gute Organisation soll vor allem helfen auch die notwendigen Regenerationzeiten zu implementieren. Und somit wieder Kraft für neue Aufgaben zu erhalten.

Bei der ausgewogenen Ernährung geht es nicht darum, jetzt für den Rest seines Lebens auf Pizza und Co verzichten zu müssen. Natürlich dürfen Sie sich auch diese immer wieder mal erlauben. Wichtig ist aber vor allem frische Dinge wie Obst, Gemüse und Salat in Ihren Speiseplan als Hauptbestandteile einzubauen.

Zu einer ausreichenden Bewegung gehört natürlich auch Sport. Allerdings müssen Sie nicht zum Sportler mutieren. Bauen Sie einfach täglich Bewegung in Ihren Alltag ein. Das ist oftmals einfacher, als man manchmal denkt: Verzichten Sie beispielsweise auf den Fahrstuhl und nehmen Sie statt dessen die Treppe. Erledigen Sie den Einkauf beim Bäcker mal zu Fuß anstatt die 500 Meter mit dem Auto zu fahren.

Kleine Auszeiten können beispielsweise mit Meditation, Yoga oder Aufmerksamkeitsübungen umgesetzt werden. Aber keine Angst: Ich bin kein Esoteriker und werde zu derartigen Themen keine weiteren Ausführungen schreiben. Die täglichen Auszeiten erreichen Sie vor allem durch ausreichenden Schlaf und dem einhalten von Pausen. Wichtig sind darüber hinaus auch gesellige Auszeiten wie beispielsweise durch treffen mit Freunden oder spielen mit den Kindern. Und sicher ganz wichtig: Nehmen Sie auch mal längere Auszeiten in Form von Urlaub. Und schalten Sie dabei Kommunikationsmittel wie Telefon und Co aus!

Und wie realisiere ich jetzt meine kleinen Auszeiten?

Nachwievor gönne ich mir auch schon mal einen koffeinhaltigen Espresso. Allerdings, nur noch sehr selten und ausschließlich nach dem Mittagessen. Und dann auch nur einen! Dieser eine Espresso ist für mich lediglich ein Genussmittel geworden. Das dieser dann Koffein beinhaltet, akzeptiere ich notgedrungen. Koffein zum Wach halten verwende ich nicht mehr! Daher auch die Beschränkung auf seltene Koffeinzunahme und auf eine Tasse.

Die meisten meiner kleinen Auszeiten genieße ich mittlerweile mit einer Tasse guten Tee. Manchmal am Vormittag ein Darjeeling. Meist handelt es sich aber auch bei meinem Vormittags-Tee bereits um Aufgüsse ohne Koffein. Nach 14:00 Uhr kommt mir sowieso kein Koffein mehr in die Tasse. So hat bei mir der Rooibos und der Honeybush Einzug gehalten. Beide trinke ich auch sehr gerne während der Arbeitszeit und vor dem Schlafen gehen.

Sowohl der Rooibos als auch der Honeybush sind wunderbar lecker und haben die positive Eigenschaft kein Koffein zu haben. Da kann die genussvolle Auszeit die zugleich gesund ist, gerne kommen!

Und wenn ich Abends mal Lust auf meinen geliebten Espresso oder vielleicht Cappuccino nach einem leckeren Abendessen habe?

Dann nehme ich gerne meinen „Rooibos SCHWARZ!”. Denn diesen kann ich ganz einfach wie einen Espresso zubereiten. Und der schmeckt auch genauso intensiv wie ein Espresso! Wenn ich will, dann dient der auch als gute Basis für einen Rooibos-Cappuccino. Natürlich ein wenig anders und ohne Koffein! Am liebsten bereite ich meinen Espresso-Rooibos dann mit dem Espressokocher zu. Da wird bereits die Zubereitung zur Auszeit. Das ist dann wie ein Ritual!

Und genau das ist das Wichtige:

Wie stehen Sie zum Thema Koffein? Und wie halten Sie das mit der täglichen Balance und Ihrem Energiemanagement? Wenn Sie Anregungen oder Fragen haben, so lassen Sie uns das doch bitte durch einen Kommentar wissen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen

immer ein kleines Stück Urlaub in Ihrer (koffeinfreien) Tasse.

Ihr Jörg Bischoff (TeeVomKap)

Weitere Rezepte sowie Tipps und Tricks zu Rooibos und Honeybush finden Sie im Blog von TeeVomKap.

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