Wie unsere Etiketten bei einem Designwettbewerb entstanden.

Wie unsere Etiketten bei einem Designwettbewerb entstanden.

Wozu einen Designwettbewerb?

Unsere Produkte wollen nicht nur in Beutel abgefüllt werden sondern auch mit passenden Etiketten versehen werden.

Somit muß ein Design für die Etiketten her. Selbst erstellen fällt bei den meisten wohl eher aus. Als Unternehmer gilt es hierzu den richtigen Designer auszuwählen.

Die Komponente Design

Einen Designer zu finden ist sicher nicht einfach. Dann noch einen zu finden der den eigenen Vorstellungen entspricht und diese umsetzen kann, kann unter Umständen in eine zeitlich als auch fianziell größere Dimension münden.

Im Internet bin ich auf das Portal 99 Designs gestoßen.

Hier kann man einen Designwettbewerb starten. Bei diesem können mehrere Designer ihre Entwürfe einreichen. Am Ende entscheidet man sich für ein (oder auch zwei) Gewinner-Designs.

Der Gewinner erhält dann das ausgeschriebene Preisgeld. Als Auftraggeber erhält man im Gegenzug sämtliche Rechte vom Gewinner-Design. 99Designs bietet dabei die Infrastruktur um den Designwettbewerb als auch den rechtlichen Rahmen und die Übergabe des Preisgeldes.

Letzten Endes haben bei meiner Designausschreibung 16 Designer mitgewirkt und dabei 123 Entwürfe eingereicht. Hierbei ist allerdings wichtig zu verstehen das jede iterative Änderung eines Designs als eigenständiger Entwurf gezählt wird.

Zuerst muß man selber eine Idee vom Design entwickeln

Bevor ein Design ausgeschrieben werden kann muß man sich selber Gedanken darüber machen, was einem so gefällt.

Hierzu habe ich zuerst im Internet recherchiert und etliche Etiketten von anderen Produkten begutachtet um mich inspirieren zu lassen.

Bald kristalisiert sich ein Gefühl heraus wie das eigene Design aussehen soll, beziehungsweise in welche Richtung dies zu gehen hat.

So ergaben sich bei mir folgende Grundvorgaben an das Design:

  • Edel und nicht aufdringlich.
  • Wenige Farben; letzten Endes reduziert auf ein Schwarz/Weiß-Design.
  • Südafrika soll als Thema im Etikett vorkommen, weil Herkunftsland meines Tees.

Des weiteren waren auch technische Rahmenbedingungen wichtig:

  • Benötigte File-Formate müssen bekannt sein (Druckereivorgaben etc).
  • Etikettengrösse und Form.

Ausschreibung gestalten

Nachdem ich die Grundvorgaben wußte, mussten diese in einer Ausschreibung zusammen gefaßt werden.

99Designs hat zwar eine deutsche Seite, seine Reichweite ist aber international. Somit habe ich meine Ausschreibung sowohl in Englisch als auch in deutsch verfasst. Die englische Fassung hätte vermutlich alleine gereicht. Somit kann man mehr Designer ansprechen, da Englisch nun einmal international ist.

Bei den 16 Designer kam im übrigen nur einer aus dem deutschsprachigen Raum während die 15 anderen Designer irgendwo auf der Welt verstreut waren. Es waren sogar Designer aus Neuseeland und USA dabei. Die meisten Designer kamen aber offensichtlich aus dem Europäischen Umland.

Ausschreibung starten

Nachdem ich meine Ausschreibung gestartet hatte, habe ich auch gleich einige Designer gezielt zum Wettbewerb eingeladen. Dies ist kein muß, erhöht die Chancen auf ein gutes Design aber sicherlich.

Im speziellen hatte ich zuvor bereits Designer evaluiert, die in vergangenen Wettbewerben gute Entwürfe oder gar Gewinne hatten, welche meinen Vorstellungen entsprachen.

Durch diese Vorgehensweise erhielt ich bald die ersten Entwürfe.

Wenn die ersten Entwürfe vorgelegt werden

Die Entwürfe gilt es dann zu beurteilen und den Designern somit ein Feedback zukommen zu lassen. Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten zum Feedback:

  • Ein Rating-System von 1 bis 5 Sterne
  • Man kann Entwürfe löschen, wenn diese einem gar nicht zusagen.
  • Kommentare direkt in Elementen der Entwürfe.

Wichtig ist auf jeden Fall die Entwürfe recht zeitnah mit Feedback zu versehen um den Wettbewerb schnell in die gewünschte Richtung zu lenken.

Finalisten selektieren

Der Wettbewerb besteht letztlich aus 2 Runden: In der ersten Runde können theoretisch endlos viele Designer Entwürfe vorlegen. Diese Runde dauert 4 Tage. Danach muß man die Finalisten (maximal 6) wählen.

Die Finalrunde mit den Finalisten läuft dann nochmals 3 Tage.

Gewinner-Design selektieren

In der Finalrunde hatte ich tatsächlich nur noch gute bis sehr gute Designentwürfe erhalten.

Nach der Finalrunde gilt es ein Gewinner-Design (oder auch zwei) zu benennen. Hierzu kann man auch eine Umfrage über Facebook oder mittels eMail-Versand an Freunde, Verwandte, Bekannte starten.

Ich hatte letzteres getan obwohl ich mich persönlich bereits entschieden hatte. Interessanter Weise war bei der Umfrage mein Favorit auch ganz vorne gesetzt.

Sobald man den Gewinner ermittelt hat erhält man noch ein wenig Zeit, um sicher zu stellen das die Vorlagen des Designers den eigenen Wünschen entsprechen. In meinem Fall waren vor allem die technischen Notwendigkeiten der Druckerei und der Etikettengrössen zu berücksichtigen.

Zusammenfassung:

  • Zuerst gilt es die Idee selber zu manifestieren.
  • Dann muß die Idee in einer Ausschreibung mit möglichst genauen Angaben niedergeschrieben werden.
  • Ausschreibung starten und nach Möglichkeit Designer gezielt einladen.
  • Die Entwürfe der Designer zeitnah beurteilen und mit konstruktiven Feedback diese in die richtige Richtung trimmen.
  • Gewinner-Design selektieren.
  • Feinjustage mit dem Gewinner zwecks Druckereivorgaben oder ähnliches.

Haben Sie auch bereits Erfahrungen mit 99Designs sammeln können? Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Hinterlassen Sie uns doch Ihre Meinung oder Anregung in der unteren Kommentarfunktion.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen

Viel Spaß und Erfolg mit Ihrem nächsten Design-Vorhaben und vor allem

immer ein kleines Stück Urlaub in Ihrer Tasse.

Ihr Jörg Bischoff (TeeVomKap)

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